Eingaben, Einheiten und Datenbasis
Diese Tabelle zeigt, welche Angaben der Rechner verarbeitet, welches Format erwartet wird und welche Grenzen für die Eingabe gelten.
| Eingabe | Format | Bereich | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Wohnfläche | Zahlenwert in m² | 1 bis 1000 m² | Fließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein. |
| Ansatz je m² | Zahlenwert in €/m²·Monat | 0.5 bis 10 €/m²·Monat | Fließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein. |
Weiterführende Grundlage: Statistisches Bundesamt – Preise. Werte, die von Vertrag, Ort, Tarif oder Messung abhängen, tragen Sie selbst ein.
Wie hoch sind die Nebenkosten?
Als grober Richtwert gelten 2,50 bis 3,00 € pro m² und Monat für die kalten Betriebskosten. Bei 70 m² sind das rund 175–210 € im Monat. Heizung und Warmwasser kommen je nach Verbrauch und Energieträger hinzu. Die tatsächliche Höhe hängt von Gebäude, Ausstattung und Region ab.
Was umgelegt werden darf: die 17 Positionen der BetrKV
Nur die in der Betriebskostenverordnung (§ 2 BetrKV) aufgezählten Kostenarten sind umlagefähig – u. a. Grundsteuer, Wasser/Abwasser, Heizung, Aufzug, Straßenreinigung, Müll, Hausreinigung, Gartenpflege, Beleuchtung, Schornsteinfeger, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne/Kabel (bis Mitte 2024), Wäschepflege und „sonstige Betriebskosten“ (nur wenn im Vertrag konkret benannt).
Nicht umlagefähig und häufigste Abrechnungsfehler: Reparaturen und Instandhaltung, Verwaltungskosten, Bankgebühren, Leerstandskosten (trägt der Vermieter) und Rücklagen.
Was ist normal? Der Betriebskostenspiegel
| Position | Ø €/m²/Monat (Deutscher Mieterbund) |
|---|---|
| Grundsteuer | 0,19 € |
| Wasser inkl. Abwasser | 0,36 € |
| Heizung + Warmwasser | 1,10–1,60 € |
| Aufzug | 0,17 € |
| Müllbeseitigung | 0,20 € |
| Hauswart/Reinigung/Garten | 0,35 € |
| Versicherungen | 0,25 € |
| Gesamt („zweite Miete“) | ~2,50–3,20 € |
Für eine 70-m²-Wohnung sind also 175–225 €/Monat Neben- und Heizkosten üblich. Deutlich höhere Werte rechtfertigen einen prüfenden Blick in die Abrechnung.
Abrechnung prüfen: Fristen und Rechte
- 12-Monats-Frist: Die Abrechnung muss spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen (§ 556 Abs. 3 BGB) – danach sind Nachforderungen ausgeschlossen (Guthaben bleibt fällig!).
- Belegeinsicht: Sie dürfen alle Originalrechnungen beim Vermieter einsehen (und i. d. R. fotografieren).
- Widerspruchsfrist: 12 Monate nach Zugang der Abrechnung.
- Laut Mieterbund ist etwa jede zweite geprüfte Abrechnung fehlerhaft – häufig falsche Umlageschlüssel, nicht umlagefähige Posten oder falsche Wohnfläche.
Vollständiges Rechenbeispiel für Nebenkosten-Rechner
Ein belastbares Ergebnis zum Nebenkosten-Rechner beginnt mit nachvollziehbaren Eingaben. Für dieses Beispiel zum Nebenkosten-Rechner gelten die voreingestellten Werte und dieselbe Rechenfunktion wie im Formular.
| Eingabe | Beispielwert | Rolle in der Berechnung |
|---|---|---|
| Wohnfläche | 70 m² | Beim Nebenkosten-Rechner wird „Wohnfläche“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 1 bis 1000 m². |
| Ansatz je m² | 2,8 €/m²·Monat | Beim Nebenkosten-Rechner wird „Ansatz je m²“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0.5 bis 10 €/m²·Monat. |
Mit diesen Angaben lautet die Hauptausgabe 196 €. Für den Nebenkosten-Rechner gilt in diesem Musterlauf: Schätzung der kalten Betriebskosten nach dem Betriebskostenspiegel (Richtwert ca. Beim Nebenkosten-Rechner gilt außerdem: 2,50–3,00 €/m² im Monat). Beim Nebenkosten-Rechner gilt außerdem: Heizkosten können zusätzlich anfallen.
- Pro Jahr: 2.352
- Wohnfläche: 70 m²
Vergleichslauf: „Wohnfläche“ verändern
Beim Vergleich zum Nebenkosten-Rechner bleibt jede Eingabe unverändert; nur Wohnfläche wird angepasst. Am Nebenkosten-Rechner wird dadurch sichtbar, ob dieser Wert die Hauptausgabe, einen Schwellenwert oder nur eine Zusatzangabe verändert.
| Rechenlauf | Wohnfläche | Ausgabe |
|---|---|---|
| Ausgangswert | 70 m² | 196 € |
| Vergleichswert | 84 m² | 235,2 € |
Beim Nebenkosten-Rechner entsteht der gezeigte Unterschied ausschließlich durch die geänderte Eingabe. Für eigene Varianten des Nebenkosten-Rechner sollten Sie ebenfalls nur einen Wert je Rechenlauf ändern.
Vier Kontrollen für das Ergebnis des Nebenkosten-Rechner
Der Nebenkosten-Rechner kann nur die Angaben verarbeiten, die tatsächlich eingetragen wurden. Vor einer Entscheidung sind deshalb vier Kontrollen sinnvoll:
- Beim Nebenkosten-Rechner: Beträge, Laufzeiten und Zinssätze direkt aus Vertrag, Angebot oder Bescheid übernehmen.
- Beim Nebenkosten-Rechner: Brutto, Netto, Monatswert und Jahreswert nicht miteinander vermischen.
- Beim Nebenkosten-Rechner: Steuerliche und rechtliche Regeln auf den im Rechner genannten Stand beziehen.
- Beim Nebenkosten-Rechner: Bei einer finanziellen Entscheidung zusätzlich Gebühren, Risiken und Vertragsbedingungen prüfen.
Der erste Kurztest für Nebenkosten-Rechner ist die Größenordnung: Passt die Ausgabe zu den eingegebenen Mengen, Zeiten oder Beträgen? Danach folgen Einheit und Zeitraum. Beim Nebenkosten-Rechner ist erst der dritte Schritt ein weiteres Szenario oder der Abgleich mit einer externen Unterlage. Eine auffällige Abweichung im Nebenkosten-Rechner verlangt eine Kontrolle der Eingaben und Annahmen; sie beweist für sich allein keinen Formel- oder Programmfehler.
Referenzdaten für den Nebenkosten-Rechner
Die Referenztabelle des Nebenkosten-Rechner bildet das veröffentlichte Formular vollständig ab. Sie zeigt keine erfundenen Durchschnittswerte: Der Beispielwert stammt aus der Voreinstellung, der zulässige Bereich aus der Felddefinition und die Bedeutung aus dem Rechenweg dieser Seite.
| Eingabe | Beispielwert | Zulässige Werte | Wirkung im Nebenkosten-Rechner |
|---|---|---|---|
| Wohnfläche | 70 m² | 1 m² bis 1.000 m² | Wohnfläche liefert ein geometrisches Maß; die angegebene Einheit muss zu den übrigen Maßen passen. |
| Ansatz je m² | 2,8 €/m²·Monat | 0,5 €/m²·Monat bis 10 €/m²·Monat | Ansatz je m² wirkt als Anteil oder Rechensatz auf die dazugehörige Bezugsgröße. |
Für den Nebenkosten-Rechner müssen Beträge und Zinssätze zum selben Zeitraum gehören. Monats- und Jahreswerte sowie Brutto- und Nettobeträge dürfen nicht ungeprüft gemischt werden.
Prüfbare Szenarien zum Nebenkosten-Rechner
Die folgende Tabelle wurde mit derselben Funktion erzeugt, die nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“ läuft. Beim Nebenkosten-Rechner wird für einen Vergleich immer nur die genannte Angabe geändert. So lässt sich erkennen, ob die Ausgabe proportional, stufenweise oder durch eine Mindest- beziehungsweise Höchstgrenze reagiert.
| Szenario | Veränderte Angabe | Berechnete Ausgabe |
|---|---|---|
| Voreinstellung | Formularwerte wie beim ersten Öffnen | 196 € |
| Niedrigerer Vergleich | Wohnfläche: 52,5 m² | 147 € |
| Höherer Vergleich | Wohnfläche: 87,5 m² | 245 € |
Der Basislauf des Nebenkosten-Rechner ergibt 196 €. Schätzung der kalten Betriebskosten nach dem Betriebskostenspiegel (Richtwert ca. 2,50–3,00 €/m² im Monat). Heizkosten können zusätzlich anfallen. Für den eigenen Kontrolllauf eignet sich besonders „Wohnfläche“: Ändern Sie nur dieses Feld und vergleichen Sie anschließend den vollständigen Ergebnisblock.
Grenzen, Quellen und Datenstand beim Nebenkosten-Rechner
Der Nebenkosten-Rechner verarbeitet nur die oben genannten Eingaben. Nicht automatisch enthalten: Nur die nach Betriebskostenverordnung umlagefähigen Positionen. Nicht enthalten: Verwaltungskosten und Instandhaltungsrücklage – beides trägt der Eigentümer und darf nicht auf Mieter umgelegt werden. Regionale Unterschiede bei Grundsteuer und Müllgebühren sind erheblich
Die Links sind nach ihrer Rolle gekennzeichnet. „Rechtsgrundlage“ oder „Berechnungsregel“ bezeichnet eine konkrete Vorgabe; „Einordnung“ ist eine weiterführende Fachstelle und kein Beleg dafür, dass jeder dort veröffentlichte Wert Teil der Formel des Nebenkosten-Rechner ist.
- Statistisches Bundesamt – PreisePreisniveau einordnen
- Verbraucherzentrale – Verträge und PreiseAngebote und Verträge einordnen
Prüfreihenfolge: Zuerst Eingaben und Einheiten des Nebenkosten-Rechner kontrollieren, danach den Rechenweg mit einem Szenario testen und erst anschließend Bescheid, Vertrag, Abrechnung oder eine andere passende Originalunterlage oder eine zuständige Fachstelle heranziehen. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder statischen Entscheidungen reicht eine Online-Berechnung allein nicht aus.
Das Ergebnis dient der Orientierung. Bei gesetzlichen, finanziellen, medizinischen oder baulichen Entscheidungen sind der Einzelfall und die zuständige Fachstelle maßgeblich.
Häufige Fragen
Was kosten Nebenkosten pro m²?
Im Schnitt rund 2,50–3,00 €/m² monatlich für die kalten Betriebskosten.
Sind Heizkosten enthalten?
Nein, dieser Richtwert betrifft die kalten Betriebskosten – Heizung und Warmwasser kommen hinzu.
Welche Posten sind umlagefähig?
Nur die in der Betriebskostenverordnung genannten Positionen.
Wie hoch sind normale Nebenkosten pro m²?
Inklusive Heizung rund 2,50–3,20 €/m² monatlich (Betriebskostenspiegel) – für 70 m² also 175–225 €.
Dürfen Reparaturen umgelegt werden?
Nein – Instandhaltung und Verwaltung sind Vermietersache. Umlagefähig sind nur die laufenden Posten des § 2 BetrKV.
Wie lange darf der Vermieter abrechnen?
12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums – verspätete Nachforderungen sind ausgeschlossen (§ 556 Abs. 3 BGB).
Kann ich die Vorauszahlung anpassen?
Ja – nach einer Abrechnung dürfen beide Seiten die Vorauszahlungen auf ein angemessenes Niveau anpassen (§ 560 BGB).
Muss ich Nachzahlungen sofort begleichen?
Fällig binnen 30 Tagen – bei begründeten Zweifeln nur unter Vorbehalt zahlen und Belegeinsicht verlangen; die Zahlung ist keine Anerkennung.
Was passiert mit Nebenkosten bei Leerstand im Haus?
Leerstandskosten trägt der Vermieter – der Umlageschlüssel darf leere Wohnungen nicht auf die verbliebenen Mieter abwälzen.
Welche Angaben brauche ich für Nebenkosten-Rechner?
Bereiten Sie Wohnfläche und Ansatz je m² vor. Verwenden Sie möglichst Werte aus Messung, Vertrag, Abrechnung oder einer anderen passenden Originalunterlage. Die Einheiten stehen direkt am jeweiligen Eingabefeld.
Wie kontrolliere ich ein Ergebnis beim Nebenkosten-Rechner?
Rechnen Sie zuerst den vollständigen Ausgangsfall und notieren Sie die Ausgabe. Ändern Sie danach nur eine Eingabe und vergleichen Sie erneut. Der dokumentierte Beispielslauf auf dieser Seite ergibt 196 € und dient als technischer Funktionstest, nicht als Vorgabe für Ihren persönlichen Fall.
Welche Eingabe lässt sich für einen Szenariovergleich ändern?
Auf dieser Seite eignet sich beispielsweise Wohnfläche. Der veröffentlichte Vergleich verändert nur diesen Wert von 70 m² auf 84 m². So bleibt erkennbar, wodurch sich die Ausgabe verändert.
Welche Grenzen hat der Nebenkosten-Rechner?
Der Rechner verarbeitet ausschließlich die sichtbaren Eingaben. Nur die nach Betriebskostenverordnung umlagefähigen Positionen. Nicht enthalten: Verwaltungskosten und Instandhaltungsrücklage – beides trägt der Eigentümer und darf nicht auf Mieter umgelegt werden. Regionale Unterschiede bei Grundsteuer und Müllgebühren sind erheblich Prüfen Sie das Ergebnis deshalb mit den auf dieser Seite genannten Unterlagen und Fachstellen.