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Technik, Physik & Chemie

O-Ring Rechner

Schätzen Sie den passenden O-Ring und die Nutmaße für eine radiale Dichtung – aus Wellendurchmesser und Schnurstärke.

mm
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Bitte eigene Werte eintragen. Das Ergebnis erscheint erst nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“.

Transparenter Rechenweg

Was dieser Rechner leistet

Eingaben

Wellendurchmesser, Schnurstärke

Ergebnis

Passenden O-Ring und Nutmaße abschätzen.

Berechnungsgrundlage

Der Rechenweg ist im Abschnitt „O-Ring und Nut richtig auslegen“ vollständig beschrieben.

Nicht enthalten

Keine Messunsicherheit, Fertigungstoleranzen, Normprüfung, Sicherheitsbeiwerte oder fachliche Freigabe.

So ist die Berechnung einzuordnen

BerechnungsartFormelbasierte Berechnung
Seitenstand5. August 2026
DatenschutzEingaben bleiben im Browser
Rechenweg offengelegt

So rechnen wir

Ein vollständig durchgerechnetes Beispiel. Jeder Zwischenwert stammt aus derselben Funktion, die oben auch Ihr Ergebnis berechnet.

1. Eingangsgrößen

Wellendurchmesser20 mm
Schnurstärke3 mm

2. Zwischenschritte

1Schnurstärke3 mm
2Nutbreite3.9 mm
3Nuttiefe2.4 mm
Ergebnis dieses BeispielsInnen-Ø 19.4 mm

Richtwerte für eine radiale Dichtung mit ca. 3 % Vordehnung. Maße je nach Anwendung und Norm prüfen.

Interaktiv

Wie sich das Ergebnis verändert

Der Verlauf wird live mit dem Rechner dieser Seite berechnet. Ändern Sie oben einen Wert – Kurve und Tabelle folgen sofort.

Eingaben, Einheiten und Datenbasis

Diese Tabelle zeigt, welche Angaben der Rechner verarbeitet, welches Format erwartet wird und welche Grenzen für die Eingabe gelten.

EingabeFormatBereichBedeutung
WellendurchmesserZahlenwert in mm1 bis 1000 mmFließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein.
SchnurstärkeZahlenwert in mm0.5 bis 30 mmFließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein.

Weiterführende Grundlage: BIPM – Internationales Einheitensystem (SI). Werte, die von Vertrag, Ort, Tarif oder Messung abhängen, tragen Sie selbst ein.

O-Ring und Nut richtig auslegen

Für eine zuverlässige Dichtung wird der O-Ring leicht vorgedehnt (rund 1–5 %) und in der Nut definiert verpresst. Die Nut ist etwas breiter als die Schnur, damit sich der Ring ausdehnen kann. Die genauen Maße richten sich nach Anwendung (statisch/dynamisch) und Norm.

Verpressung: die 15–25-%-Regel

Ein O-Ring dichtet durch definierte Verpressung der Schnurstärke: statisch üblich 15–25 %, dynamisch (bewegte Teile) nur 10–15 %. Zu wenig = Leckage, zu viel = Spannungsrisse und schneller Verschleiß. Die Nut muss dem Ring zudem Raum zum Ausweichen lassen: Füllgrad der Nut maximal ~85 % (Wärmeausdehnung, Quellung!).

Nuttiefe ≈ Schnur-Ø × (0,75–0,85) · Nutbreite ≈ Schnur-Ø × 1,25–1,35

Einbau-Grundregeln und Werkstoffwahl

  • Dehnung beim Aufziehen: Innendurchmesser max. 6 % dehnen (dauerhaft), Stauchung in der Bohrung max. ~3 % – sonst Ring eine Größe anpassen.
  • NBR (Standard, Öl/Fett, −30…+100 °C), FKM/Viton (Kraftstoffe, Hitze bis 200 °C), EPDM (Heißwasser/Dampf, Bremsflüssigkeit – aber nie Mineralöl!), Silikon (Lebensmittel, −60…+200 °C, nur statisch).
  • Montage: Kanten entgraten oder 15°-Fase, Ring nie über scharfe Gewinde ziehen (abdecken), verträgliches Fett verwenden.
  • O-Ring-Maßangabe ist immer Innen-Ø × Schnurstärke (z. B. 25 × 3 mm), genormt in ISO 3601.

Fehlerbilder lesen: Warum O-Ringe versagen

  • Spiralbruch (verdrehte Bruchfläche): Ring ist bei Montage oder in dynamischer Anwendung gerollt – Nut zu rau oder Ring zu dünn für den Hub.
  • Plattgedrückt/bleibende Verformung: Temperatur zu hoch oder Verpressung über 30 % – Werkstoff mit besserem Druckverformungsrest (FKM statt NBR) wählen.
  • Spaltextrusion („angeknabberte“ Kante): Druck presst den Ring in den Dichtspalt – härterer Ring (90 Shore) oder Stützring nötig, typisch ab 80–100 bar.
  • Quellung/Schrumpfung: Medium chemisch unverträglich – Beständigkeitstabelle prüfen (NBR nie mit Bremsflüssigkeit, EPDM nie mit Mineralöl!).
  • Rissbildung außen: Ozon/UV bei NBR-Lagerware – dunkel und kühl lagern, Lagerfrist beachten.

Vollständiges Rechenbeispiel für O-Ring-Rechner

Ein belastbares Ergebnis zum O-Ring-Rechner beginnt mit nachvollziehbaren Eingaben. Für dieses Beispiel zum O-Ring-Rechner gelten die voreingestellten Werte und dieselbe Rechenfunktion wie im Formular.

EingabeBeispielwertRolle in der Berechnung
Wellendurchmesser20 mmBeim O-Ring-Rechner wird „Wellendurchmesser“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 1 bis 1000 mm.
Schnurstärke3 mmBeim O-Ring-Rechner wird „Schnurstärke“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0.5 bis 30 mm.

Mit diesen Angaben lautet die Hauptausgabe Innen-Ø 19.4 mm. Für den O-Ring-Rechner gilt in diesem Musterlauf: Richtwerte für eine radiale Dichtung mit ca. Beim O-Ring-Rechner gilt außerdem: 3 % Vordehnung. Beim O-Ring-Rechner gilt außerdem: Maße je nach Anwendung und Norm prüfen.

  • Schnurstärke: 3 mm
  • Nutbreite: 3.9 mm
  • Nuttiefe: 2.4 mm

Vergleichslauf: „Wellendurchmesser“ verändern

Beim Vergleich zum O-Ring-Rechner bleibt jede Eingabe unverändert; nur Wellendurchmesser wird angepasst. Am O-Ring-Rechner wird dadurch sichtbar, ob dieser Wert die Hauptausgabe, einen Schwellenwert oder nur eine Zusatzangabe verändert.

RechenlaufWellendurchmesserAusgabe
Ausgangswert20 mmInnen-Ø 19.4 mm
Vergleichswert24 mmInnen-Ø 23.28 mm

Beim O-Ring-Rechner entsteht der gezeigte Unterschied ausschließlich durch die geänderte Eingabe. Für eigene Varianten des O-Ring-Rechner sollten Sie ebenfalls nur einen Wert je Rechenlauf ändern.

Wie belastbar ist das Ergebnis des O-Ring-Rechner?

Der O-Ring-Rechner kann nur die Angaben verarbeiten, die tatsächlich eingetragen wurden. Vor einer Entscheidung sind deshalb vier Kontrollen sinnvoll:

  • Beim O-Ring-Rechner: Alle Größen vor der Eingabe auf die angezeigten Einheiten umrechnen.
  • Beim O-Ring-Rechner: Messauflösung, Bauteiltoleranzen und Rundung getrennt vom Formelwert betrachten.
  • Beim O-Ring-Rechner: Zwischenergebnisse nicht unnötig runden; erst die Endausgabe passend kürzen.
  • Beim O-Ring-Rechner: Für Konstruktion und Sicherheit die einschlägigen Normen und Sicherheitsbeiwerte ergänzen.

Der erste Kurztest für O-Ring-Rechner ist die Größenordnung: Passt die Ausgabe zu den eingegebenen Mengen, Zeiten oder Beträgen? Danach folgen Einheit und Zeitraum. Beim O-Ring-Rechner ist erst der dritte Schritt ein weiteres Szenario oder der Abgleich mit einer externen Unterlage. Eine auffällige Abweichung im O-Ring-Rechner verlangt eine Kontrolle der Eingaben und Annahmen; sie beweist für sich allein keinen Formel- oder Programmfehler.

Referenzdaten für den O-Ring-Rechner

Die Referenztabelle des O-Ring-Rechner bildet das veröffentlichte Formular vollständig ab. Sie zeigt keine erfundenen Durchschnittswerte: Der Beispielwert stammt aus der Voreinstellung, der zulässige Bereich aus der Felddefinition und die Bedeutung aus dem Rechenweg dieser Seite.

EingabeBeispielwertZulässige WerteWirkung im O-Ring-Rechner
Wellendurchmesser20 mm1 mm bis 1.000 mmWellendurchmesser liefert ein geometrisches Maß; die angegebene Einheit muss zu den übrigen Maßen passen.
Schnurstärke3 mm0,5 mm bis 30 mmSchnurstärke wird beim O-Ring-Rechner als eigenständiger Eingabewert verarbeitet.

Für den O-Ring-Rechner sollten Messwert, Datenblattwert und Einheit aus demselben Betriebszustand stammen. Millimeter, Meter, Newton und Kilonewton müssen vor dem Einsetzen eindeutig zugeordnet sein.

Prüfbare Szenarien zum O-Ring-Rechner

Die folgende Tabelle wurde mit derselben Funktion erzeugt, die nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“ läuft. Beim O-Ring-Rechner wird für einen Vergleich immer nur die genannte Angabe geändert. So lässt sich erkennen, ob die Ausgabe proportional, stufenweise oder durch eine Mindest- beziehungsweise Höchstgrenze reagiert.

SzenarioVeränderte AngabeBerechnete Ausgabe
VoreinstellungFormularwerte wie beim ersten ÖffnenInnen-Ø 19.4 mm
Niedrigerer VergleichWellendurchmesser: 15 mmInnen-Ø 14.55 mm
Höherer VergleichWellendurchmesser: 25 mmInnen-Ø 24.25 mm

Der Basislauf des O-Ring-Rechner ergibt Innen-Ø 19.4 mm. Richtwerte für eine radiale Dichtung mit ca. 3 % Vordehnung. Maße je nach Anwendung und Norm prüfen. Für den eigenen Kontrolllauf eignet sich besonders „Wellendurchmesser“: Ändern Sie nur dieses Feld und vergleichen Sie anschließend den vollständigen Ergebnisblock.

Grenzen, Quellen und Datenstand beim O-Ring-Rechner

Der O-Ring-Rechner verarbeitet nur die oben genannten Eingaben. Nicht automatisch enthalten: Messunsicherheit, Sicherheitsbeiwerte, Normvorgaben und fachliche Freigaben bleiben eigenständige Prüfungen.

Die Links sind nach ihrer Rolle gekennzeichnet. „Rechtsgrundlage“ oder „Berechnungsregel“ bezeichnet eine konkrete Vorgabe; „Einordnung“ ist eine weiterführende Fachstelle und kein Beleg dafür, dass jeder dort veröffentlichte Wert Teil der Formel des O-Ring-Rechner ist.

Prüfreihenfolge: Zuerst Eingaben und Einheiten des O-Ring-Rechner kontrollieren, danach den Rechenweg mit einem Szenario testen und erst anschließend Datenblatt, Messprotokoll oder technische Zeichnung oder eine zuständige Fachstelle heranziehen. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder statischen Entscheidungen reicht eine Online-Berechnung allein nicht aus.

Das Ergebnis dient der Orientierung. Bei gesetzlichen, finanziellen, medizinischen oder baulichen Entscheidungen sind der Einzelfall und die zuständige Fachstelle maßgeblich.

Häufige Fragen

Wie viel Vordehnung ist sinnvoll?

Bei radialen Dichtungen meist 1–5 % des Innendurchmessers.

Wie breit muss die Nut sein?

Etwas breiter als die Schnurstärke – als Richtwert rund das 1,3-Fache.

Statisch oder dynamisch?

Bewegte (dynamische) Dichtungen erfordern engere Toleranzen und andere Verpressung.

Wie stark muss ein O-Ring verpresst werden?

Statisch 15–25 % der Schnurstärke, dynamisch 10–15 % – die Nuttiefe legt das fest.

Warum darf die Nut nicht zu voll sein?

Der Ring braucht ~15 % Freiraum für Wärmeausdehnung und Medienquellung – eine übervolle Nut zerquetscht ihn.

Welcher Werkstoff für Heißwasser?

EPDM – es verträgt Wasser/Dampf bis ~150 °C, aber niemals Mineralöle und Fette auf Mineralölbasis.

Warum bricht mein O-Ring spiralförmig?

Er rollt statt zu gleiten – typisch bei dynamischen Anwendungen mit rauer Nut; Abhilfe: bessere Oberflächen, Schmierung oder X-Ring.

Wann brauche ich einen Stützring?

Ab ~80–100 bar Systemdruck oder größeren Dichtspalten – er verhindert die Spaltextrusion des O-Rings.

Welche Angaben brauche ich für O-Ring-Rechner?

Bereiten Sie Wellendurchmesser und Schnurstärke vor. Verwenden Sie möglichst Werte aus Messung, Vertrag, Abrechnung oder einer anderen passenden Originalunterlage. Die Einheiten stehen direkt am jeweiligen Eingabefeld.

Wie kontrolliere ich ein Ergebnis beim O-Ring-Rechner?

Rechnen Sie zuerst den vollständigen Ausgangsfall und notieren Sie die Ausgabe. Ändern Sie danach nur eine Eingabe und vergleichen Sie erneut. Der dokumentierte Beispielslauf auf dieser Seite ergibt Innen-Ø 19.4 mm und dient als technischer Funktionstest, nicht als Vorgabe für Ihren persönlichen Fall.

Welche Eingabe lässt sich für einen Szenariovergleich ändern?

Auf dieser Seite eignet sich beispielsweise Wellendurchmesser. Der veröffentlichte Vergleich verändert nur diesen Wert von 20 mm auf 24 mm. So bleibt erkennbar, wodurch sich die Ausgabe verändert.

Welche Grenzen hat der O-Ring-Rechner?

Der Rechner verarbeitet ausschließlich die sichtbaren Eingaben. Messunsicherheit, Sicherheitsbeiwerte, Normvorgaben und fachliche Freigaben bleiben eigenständige Prüfungen. Prüfen Sie das Ergebnis deshalb mit den auf dieser Seite genannten Unterlagen und Fachstellen.