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Toleranzen Rechner

Ermitteln Sie die Allgemeintoleranz für ein Längenmaß nach ISO 2768 – inklusive Maximal- und Minimalmaß.

mm

Bitte eigene Werte eintragen. Das Ergebnis erscheint erst nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“.

Transparenter Rechenweg

Was dieser Rechner leistet

Eingaben

Nennmaß, Toleranzklasse

Ergebnis

Allgemeintoleranz nach ISO 2768 zu einem Nennmaß ermitteln.

Berechnungsgrundlage

Der Rechenweg ist im Abschnitt „Allgemeintoleranzen nach ISO 2768“ vollständig beschrieben.

Nicht enthalten

Keine Messunsicherheit, Fertigungstoleranzen, Normprüfung, Sicherheitsbeiwerte oder fachliche Freigabe.

So ist die Berechnung einzuordnen

BerechnungsartFormelbasierte Berechnung
Seitenstand5. August 2026
DatenschutzEingaben bleiben im Browser
Rechenweg offengelegt

So rechnen wir

Ein vollständig durchgerechnetes Beispiel. Jeder Zwischenwert stammt aus derselben Funktion, die oben auch Ihr Ergebnis berechnet.

1. Eingangsgrößen

Nennmaß50 mm
Toleranzklassem – mittel

2. Zwischenschritte

1Maßbereich30 – 120 mm
2Maximalmaß50.3 mm
3Minimalmaß49.7 mm
Ergebnis dieses Beispiels± 0,3 mm

Allgemeintoleranz für Längenmaße nach ISO 2768-1, Toleranzklasse M.

Interaktiv

Wie sich das Ergebnis verändert

Der Verlauf wird live mit dem Rechner dieser Seite berechnet. Ändern Sie oben einen Wert – Kurve und Tabelle folgen sofort.

Eingaben, Einheiten und Datenbasis

Diese Tabelle zeigt, welche Angaben der Rechner verarbeitet, welches Format erwartet wird und welche Grenzen für die Eingabe gelten.

EingabeFormatBereichBedeutung
NennmaßZahlenwert in mm0.5 bis 4000 mmFließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein.
Toleranzklassef – fein · m – mittel · c – grob · v – sehr grobAuswahllisteLegt die passende Rechenvariante fest.

Weiterführende Grundlage: BIPM – Internationales Einheitensystem (SI). Werte, die von Vertrag, Ort, Tarif oder Messung abhängen, tragen Sie selbst ein.

Allgemeintoleranzen nach ISO 2768

Wenn auf einer technischen Zeichnung kein Einzeltoleranzwert angegeben ist, gelten Allgemeintoleranzen nach ISO 2768. Die Toleranzklasse (f = fein, m = mittel, c = grob, v = sehr grob) und das Nennmaß bestimmen die zulässige Abweichung. Je größer das Maß, desto größer die erlaubte Toleranz.

ISO-Passungssystem: Buchstabe + Zahl lesen

Eine Angabe wie Ø20 H7/g6 beschreibt Bohrung und Welle: Großbuchstabe = Bohrungslage, Kleinbuchstabe = Wellenlage, Zahl = IT-Grad (Toleranzweite). H liegt genau am Nennmaß (+), g knapp darunter (−) → Spielpassung zum Drehen/Gleiten. Die wichtigsten Kombinationen:

PassungTypAnwendung
H7/g6enge SpielpassungGleitlager, Führungen
H7/h6Übergangs-/Schiebesitzvon Hand fügbar, zentrierend
H7/k6ÜbergangspassungKugellagersitze (leichter Presssitz)
H7/s6Presspassungdauerhafte Fügungen (Buchsen, Zahnkränze)

IT-Grade und Allgemeintoleranzen

  • IT-Grade (ISO 286) skalieren mit dem Durchmesser: IT7 bei Ø20 = 21 µm, bei Ø100 = 35 µm. Üblich: IT5–7 Feinmechanik/Lager, IT7–9 allgemeiner Maschinenbau, IT10–13 Guss/Schmieden.
  • Ohne Eintrag gilt die Allgemeintoleranz DIN ISO 2768-m: z. B. ±0,1 mm bis 6 mm, ±0,3 mm bis 120 mm, ±0,5 mm bis 400 mm Nennmaß.
  • Kostenregel: Jede IT-Stufe feiner verteuert die Fertigung spürbar (Schleifen statt Drehen, 100-%-Messung) – so grob wie möglich, so fein wie nötig tolerieren.
  • Temperatur beachten: Stahlwelle Ø50 wächst je 10 °C um ~6 µm – Präzisionsmessung gehört auf 20 °C Bezugstemperatur.

3D-Druck und Toleranzen: die neue Heimwerker-Realität

Mit dem 3D-Drucker sind Passungen im Wohnzimmer angekommen – aber FDM-Druck hält keine H7: Realistisch sind ±0,1–0,3 mm je nach Drucker, Material und Kalibrierung. Praxisregeln für druckbare Passungen: Bohrungen schrumpfen (Loch 0,2–0,4 mm größer konstruieren), Spielpassung 0,2–0,3 mm Luft für bewegliche Teile, Presssitz 0,05–0,1 mm Übermaß (nacharbeiten mit Bohrer/Reibahle). PLA schrumpft wenig (~0,3 %), ABS deutlich (~0,8 %) – Testwürfel drucken und den eigenen Drucker vermessen schlägt jede Tabelle. Wer echte Präzision braucht, druckt Rohteile und reibt/bohrt die Funktionsflächen klassisch nach.

Vollständiges Rechenbeispiel für Toleranzen-Rechner

Für die Einordnung des Toleranzen-Rechner hilft ein vollständiger Probelauf mehr als eine isolierte Formel. Die Tabelle zum Toleranzen-Rechner zeigt jeden verwendeten Beispielwert und die daraus berechnete Ausgabe.

EingabeBeispielwertRolle in der Berechnung
Nennmaß50 mmBeim Toleranzen-Rechner wird „Nennmaß“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0.5 bis 4000 mm.
Toleranzklassem – mittelDamit wird die passende Rechenvariante gewählt: f – fein, m – mittel, c – grob, v – sehr grob.

Mit diesen Angaben lautet die Hauptausgabe ± 0,3 mm. Für den Toleranzen-Rechner gilt in diesem Musterlauf: Allgemeintoleranz für Längenmaße nach ISO 2768-1, Toleranzklasse M.

  • Maßbereich: 30 – 120 mm
  • Maximalmaß: 50.3 mm
  • Minimalmaß: 49.7 mm

Toleranzen-Rechner: Wie stark wirkt „Nennmaß“?

Beim Vergleich zum Toleranzen-Rechner bleibt jede Eingabe unverändert; nur Nennmaß wird angepasst. Am Toleranzen-Rechner wird dadurch sichtbar, ob dieser Wert die Hauptausgabe, einen Schwellenwert oder nur eine Zusatzangabe verändert.

RechenlaufNennmaßAusgabe
Ausgangswert50 mm± 0,3 mm
Vergleichswert60 mm± 0,3 mm

Die gerundete Hauptausgabe bleibt in diesem Vergleich gleich. Das kann an Rundung, Mindestwerten oder einer stufenweisen Regel liegen; prüfen Sie deshalb auch die Detailwerte im Ergebnisfeld.

Toleranzen-Rechner: Plausibilität in vier Schritten

Der Toleranzen-Rechner kann nur die Angaben verarbeiten, die tatsächlich eingetragen wurden. Vor einer Entscheidung sind deshalb vier Kontrollen sinnvoll:

  • Beim Toleranzen-Rechner: Zwischenergebnisse nicht unnötig runden; erst die Endausgabe passend kürzen.
  • Beim Toleranzen-Rechner: Für Konstruktion und Sicherheit die einschlägigen Normen und Sicherheitsbeiwerte ergänzen.
  • Beim Toleranzen-Rechner: Alle Größen vor der Eingabe auf die angezeigten Einheiten umrechnen.
  • Beim Toleranzen-Rechner: Messauflösung, Bauteiltoleranzen und Rundung getrennt vom Formelwert betrachten.

Der erste Kurztest für Toleranzen-Rechner ist die Größenordnung: Passt die Ausgabe zu den eingegebenen Mengen, Zeiten oder Beträgen? Danach folgen Einheit und Zeitraum. Beim Toleranzen-Rechner ist erst der dritte Schritt ein weiteres Szenario oder der Abgleich mit einer externen Unterlage. Eine auffällige Abweichung im Toleranzen-Rechner verlangt eine Kontrolle der Eingaben und Annahmen; sie beweist für sich allein keinen Formel- oder Programmfehler.

Referenzdaten für den Toleranzen-Rechner

Die Referenztabelle des Toleranzen-Rechner bildet das veröffentlichte Formular vollständig ab. Sie zeigt keine erfundenen Durchschnittswerte: Der Beispielwert stammt aus der Voreinstellung, der zulässige Bereich aus der Felddefinition und die Bedeutung aus dem Rechenweg dieser Seite.

EingabeBeispielwertZulässige WerteWirkung im Toleranzen-Rechner
Nennmaß50 mm0,5 mm bis 4.000 mmNennmaß wird beim Toleranzen-Rechner als eigenständiger Eingabewert verarbeitet.
Toleranzklassem – mittelf – fein · m – mittel · c – grob · v – sehr grobToleranzklasse wählt beim Toleranzen-Rechner eine der ausdrücklich hinterlegten Rechenvarianten.

Für den Toleranzen-Rechner sollten Messwert, Datenblattwert und Einheit aus demselben Betriebszustand stammen. Millimeter, Meter, Newton und Kilonewton müssen vor dem Einsetzen eindeutig zugeordnet sein.

Prüfbare Szenarien zum Toleranzen-Rechner

Die folgende Tabelle wurde mit derselben Funktion erzeugt, die nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“ läuft. Beim Toleranzen-Rechner wird für einen Vergleich immer nur die genannte Angabe geändert. So lässt sich erkennen, ob die Ausgabe proportional, stufenweise oder durch eine Mindest- beziehungsweise Höchstgrenze reagiert.

SzenarioVeränderte AngabeBerechnete Ausgabe
VoreinstellungFormularwerte wie beim ersten Öffnen± 0,3 mm
Niedrigerer VergleichNennmaß: 37,5 mm± 0,3 mm
Höherer VergleichNennmaß: 62,5 mm± 0,3 mm

Der Basislauf des Toleranzen-Rechner ergibt ± 0,3 mm. Allgemeintoleranz für Längenmaße nach ISO 2768-1, Toleranzklasse M. Für den eigenen Kontrolllauf eignet sich besonders „Nennmaß“: Ändern Sie nur dieses Feld und vergleichen Sie anschließend den vollständigen Ergebnisblock.

Grenzen, Quellen und Datenstand beim Toleranzen-Rechner

Der Toleranzen-Rechner verarbeitet nur die oben genannten Eingaben. Nicht automatisch enthalten: Messunsicherheit, Sicherheitsbeiwerte, Normvorgaben und fachliche Freigaben bleiben eigenständige Prüfungen.

Die Links sind nach ihrer Rolle gekennzeichnet. „Rechtsgrundlage“ oder „Berechnungsregel“ bezeichnet eine konkrete Vorgabe; „Einordnung“ ist eine weiterführende Fachstelle und kein Beleg dafür, dass jeder dort veröffentlichte Wert Teil der Formel des Toleranzen-Rechner ist.

Prüfreihenfolge: Zuerst Eingaben und Einheiten des Toleranzen-Rechner kontrollieren, danach den Rechenweg mit einem Szenario testen und erst anschließend Datenblatt, Messprotokoll oder technische Zeichnung oder eine zuständige Fachstelle heranziehen. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder statischen Entscheidungen reicht eine Online-Berechnung allein nicht aus.

Das Ergebnis dient der Orientierung. Bei gesetzlichen, finanziellen, medizinischen oder baulichen Entscheidungen sind der Einzelfall und die zuständige Fachstelle maßgeblich.

Häufige Fragen

Was bedeutet ISO 2768-m?

Die mittlere Toleranzklasse für Allgemeintoleranzen – der häufigste Standard im Maschinenbau.

Wann gelten Allgemeintoleranzen?

Immer dann, wenn am Maß keine eigene Toleranz eingetragen ist.

Gilt das auch für Winkel?

ISO 2768-1 enthält auch Winkeltoleranzen; dieser Rechner behandelt Längenmaße.

Was bedeutet H7/g6?

Eine enge Spielpassung: Bohrung H7 (Nennmaß bis +21 µm bei Ø20), Welle g6 (−7 bis −20 µm) – die Welle gleitet mit minimalem Spiel.

Welche Toleranz gilt ohne Angabe?

Die Allgemeintoleranz nach ISO 2768 (meist Klasse „m“): z. B. ±0,3 mm für Maße bis 120 mm.

Warum kosten enge Toleranzen so viel?

Sie erfordern feinere Verfahren (Schleifen, Reiben), mehr Ausschuss und aufwendigere Messung – jede IT-Stufe feiner erhöht die Kosten deutlich.

Welche Toleranzen schafft ein 3D-Drucker?

FDM realistisch ±0,1–0,3 mm – für Passungen Bohrungen größer konstruieren und Funktionsmaße nacharbeiten.

Wie viel Spiel für bewegliche 3D-Druck-Teile?

0,2–0,3 mm zwischen den Flächen – Scharniere und Schieber laufen dann ohne Nacharbeit.

Welche Angaben brauche ich für Toleranzen-Rechner?

Bereiten Sie Nennmaß und Toleranzklasse vor. Verwenden Sie möglichst Werte aus Messung, Vertrag, Abrechnung oder einer anderen passenden Originalunterlage. Die Einheiten stehen direkt am jeweiligen Eingabefeld.

Wie kontrolliere ich ein Ergebnis beim Toleranzen-Rechner?

Rechnen Sie zuerst den vollständigen Ausgangsfall und notieren Sie die Ausgabe. Ändern Sie danach nur eine Eingabe und vergleichen Sie erneut. Der dokumentierte Beispielslauf auf dieser Seite ergibt ± 0,3 mm und dient als technischer Funktionstest, nicht als Vorgabe für Ihren persönlichen Fall.

Welche Eingabe lässt sich für einen Szenariovergleich ändern?

Auf dieser Seite eignet sich beispielsweise Nennmaß. Der veröffentlichte Vergleich verändert nur diesen Wert von 50 mm auf 60 mm. So bleibt erkennbar, wodurch sich die Ausgabe verändert.

Welche Grenzen hat der Toleranzen-Rechner?

Der Rechner verarbeitet ausschließlich die sichtbaren Eingaben. Messunsicherheit, Sicherheitsbeiwerte, Normvorgaben und fachliche Freigaben bleiben eigenständige Prüfungen. Prüfen Sie das Ergebnis deshalb mit den auf dieser Seite genannten Unterlagen und Fachstellen.