Eingaben, Einheiten und Datenbasis
Diese Tabelle zeigt, welche Angaben der Rechner verarbeitet, welches Format erwartet wird und welche Grenzen für die Eingabe gelten.
| Eingabe | Format | Bereich | Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Bruttoeinkommen Vorjahr | Zahlenwert in €/Jahr | 0 bis 200000 €/Jahr | Fließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein. |
| Kinder (geboren vor 2008) | Zahlenwert in Anzahl | 0 bis 6 Anzahl | Fließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein. |
| Kinder (geboren ab 2008) | Zahlenwert in Anzahl | 0 bis 6 Anzahl | Fließt als eigener Wert in die auf dieser Seite beschriebene Berechnung ein. |
Weiterführende Grundlage: Deutsche Rentenversicherung – Zahlen und Fakten. Werte, die von Vertrag, Ort, Tarif oder Messung abhängen, tragen Sie selbst ein.
So funktioniert die Riester-Förderung
Wer 4 % seines Vorjahres-Bruttos (max. 2.100 €, mind. 60 €) in einen Riester-Vertrag einzahlt, erhält die vollen Zulagen: 175 € Grundzulage plus 300 € pro Kind (geboren ab 2008; ältere: 185 €). Die Zulagen zählen zum 4-%-Soll – der Eigenbeitrag sinkt entsprechend. Zusätzlich prüft das Finanzamt automatisch, ob der Sonderausgabenabzug (bis 2.100 €) mehr bringt als die Zulagen (Günstigerprüfung).
Für wen lohnt sich Riester?
| Profil | Bewertung |
|---|---|
| Alleinerziehend, 2+ Kinder, geringes Einkommen | sehr gut – Förderquoten von 50–90 % |
| Familie mit Kindern, mittleres Einkommen | gut – Kinderzulagen tragen viel |
| Gutverdiener ohne Kinder | mäßig – Steuervorteil zählt, Produktkosten fressen viel |
| Selbstständige (nicht pflichtversichert) | nicht förderberechtigt (nur mittelbar über Ehepartner) |
Beispiel: Alleinerziehende mit 2 Kindern (ab 2008) und 30.000 € Brutto zahlt nur 60–425 € selbst und erhält 775 € Zulagen – Förderquote weit über 60 %.
Die Schattenseiten ehrlich benannt
- Hohe Produktkosten: klassische Riester-Versicherungen fressen mit Abschluss- und Verwaltungskosten oft einen Großteil der Förderung – Fondssparpläne/Banksparpläne sind schlanker.
- Beitragsgarantie: zwingt Anbieter in Niedrigrendite-Anlagen – kaum Aktienquote.
- Nachgelagerte Besteuerung: Die Rente ist voll steuerpflichtig.
- Verrentungszwang: nur 30 % Kapitalauszahlung zu Rentenbeginn möglich; bei Kündigung sind alle Zulagen zurückzuzahlen (nur Ruhenlassen ist förderunschädlich).
- Eine Reform („Altersvorsorgedepot“) ist politisch in Diskussion – Neuabschlüsse ggf. abwarten.
Die Riester-Zulagen 2026 im Überblick
| Zulage | Betrag/Jahr |
|---|---|
| Grundzulage | 175 € |
| Kinderzulage (Geburt ab 2008) | 300 € je Kind |
| Kinderzulage (Geburt vor 2008) | 185 € je Kind |
| Berufseinsteiger-Bonus (unter 25) | einmalig 200 € |
Volle Zulagen gibt es für 4 % des Vorjahres-Bruttos als Eigenbeitrag (abzüglich Zulagen, mindestens 60 € Sockelbeitrag, maximal 2.100 € gesamt). Beispiel: Mutter mit 2 Kindern (ab 2008) und 30.000 € Brutto zahlt 1.200 € − 775 € Zulagen = 425 € selbst und erhält 775 € geschenkt – eine „Förderquote“ von 65 %.
Für wen sich Riester (noch) lohnt – und für wen nicht
- Lohnt meist: Familien mit mehreren Kindern und geringem Einkommen (Zulagen-Hebel) sowie Gutverdiener nahe der Beitragsbemessungsgrenze (Sonderausgabenabzug bis 2.100 €, Günstigerprüfung durchs Finanzamt).
- Kritisch: hohe Vertrags-/Abschlusskosten vieler Altverträge, magere Garantieverzinsung, zwingende Verrentung mit spät kalkulierten Sterbetafeln und nachgelagerte Besteuerung.
- Wohn-Riester: Kapital darf in die selbstgenutzte Immobilie fließen (Entschuldung!) – oft die sinnvollste Verwendung bestehender Guthaben.
- Kündigen? Meist teuer (Zulagen + Steuervorteile zurück) – besser beitragsfrei stellen und Zulagen mit dem Sockelbeitrag sichern, bis die angekündigte Reform kommt.
Vollständiges Rechenbeispiel für Riester-Rechner
Für die Einordnung des Riester-Rechner hilft ein vollständiger Probelauf mehr als eine isolierte Formel. Die Tabelle zum Riester-Rechner zeigt jeden verwendeten Beispielwert und die daraus berechnete Ausgabe.
| Eingabe | Beispielwert | Rolle in der Berechnung |
|---|---|---|
| Bruttoeinkommen Vorjahr | 42.000 €/Jahr | Beim Riester-Rechner wird „Bruttoeinkommen Vorjahr“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0 bis 200000 €/Jahr. |
| Kinder (geboren vor 2008) | 0 Anzahl | Beim Riester-Rechner wird „Kinder (geboren vor 2008)“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0 bis 6 Anzahl. |
| Kinder (geboren ab 2008) | 1 Anzahl | Beim Riester-Rechner wird „Kinder (geboren ab 2008)“ als eigenständiger Zahlenwert verarbeitet. Zulässig sind 0 bis 6 Anzahl. |
Mit diesen Angaben lautet die Hauptausgabe 475 €. Für den Riester-Rechner gilt in diesem Musterlauf: Für die volle Förderung müssen Sie 1.205 €/Jahr (100 €/Monat) selbst einzahlen. Beim Riester-Rechner gilt außerdem: Förderquote: 28 % Ihres Sparbeitrags kommen vom Staat.
- Grundzulage: 175
- Kinderzulagen: 300
- Nötiger Eigenbeitrag: 1.205
Riester-Rechner: Wie stark wirkt „Bruttoeinkommen Vorjahr“?
Beim Vergleich zum Riester-Rechner bleibt jede Eingabe unverändert; nur Bruttoeinkommen Vorjahr wird angepasst. Am Riester-Rechner wird dadurch sichtbar, ob dieser Wert die Hauptausgabe, einen Schwellenwert oder nur eine Zusatzangabe verändert.
| Rechenlauf | Bruttoeinkommen Vorjahr | Ausgabe |
|---|---|---|
| Ausgangswert | 42.000 €/Jahr | 475 € |
| Vergleichswert | 50.400 €/Jahr | 475 € |
Die gerundete Hauptausgabe bleibt in diesem Vergleich gleich. Das kann an Rundung, Mindestwerten oder einer stufenweisen Regel liegen; prüfen Sie deshalb auch die Detailwerte im Ergebnisfeld.
Ergebnis des Riester-Rechner prüfen: vier Kontrollen
Der Riester-Rechner kann nur die Angaben verarbeiten, die tatsächlich eingetragen wurden. Vor einer Entscheidung sind deshalb vier Kontrollen sinnvoll:
- Beim Riester-Rechner: Steuerliche und rechtliche Regeln auf den im Rechner genannten Stand beziehen.
- Beim Riester-Rechner: Bei einer finanziellen Entscheidung zusätzlich Gebühren, Risiken und Vertragsbedingungen prüfen.
- Beim Riester-Rechner: Beträge, Laufzeiten und Zinssätze direkt aus Vertrag, Angebot oder Bescheid übernehmen.
- Beim Riester-Rechner: Brutto, Netto, Monatswert und Jahreswert nicht miteinander vermischen.
Der erste Kurztest für Riester-Rechner ist die Größenordnung: Passt die Ausgabe zu den eingegebenen Mengen, Zeiten oder Beträgen? Danach folgen Einheit und Zeitraum. Beim Riester-Rechner ist erst der dritte Schritt ein weiteres Szenario oder der Abgleich mit einer externen Unterlage. Eine auffällige Abweichung im Riester-Rechner verlangt eine Kontrolle der Eingaben und Annahmen; sie beweist für sich allein keinen Formel- oder Programmfehler.
Referenzdaten für den Riester-Rechner
Die Referenztabelle des Riester-Rechner bildet das veröffentlichte Formular vollständig ab. Sie zeigt keine erfundenen Durchschnittswerte: Der Beispielwert stammt aus der Voreinstellung, der zulässige Bereich aus der Felddefinition und die Bedeutung aus dem Rechenweg dieser Seite.
| Eingabe | Beispielwert | Zulässige Werte | Wirkung im Riester-Rechner |
|---|---|---|---|
| Bruttoeinkommen Vorjahr | 42.000 €/Jahr | 0 €/Jahr bis 200.000 €/Jahr | Bruttoeinkommen Vorjahr setzt beim Riester-Rechner die finanzielle Bezugsgröße. |
| Kinder (geboren vor 2008) | 0 Anzahl | 0 Anzahl bis 6 Anzahl | Kinder (geboren vor 2008) wird beim Riester-Rechner als eigenständiger Eingabewert verarbeitet. |
| Kinder (geboren ab 2008) | 1 Anzahl | 0 Anzahl bis 6 Anzahl | Kinder (geboren ab 2008) wird beim Riester-Rechner als eigenständiger Eingabewert verarbeitet. |
Für den Riester-Rechner müssen Beträge und Zinssätze zum selben Zeitraum gehören. Monats- und Jahreswerte sowie Brutto- und Nettobeträge dürfen nicht ungeprüft gemischt werden.
Prüfbare Szenarien zum Riester-Rechner
Die folgende Tabelle wurde mit derselben Funktion erzeugt, die nach dem Klick auf „Jetzt berechnen“ läuft. Beim Riester-Rechner wird für einen Vergleich immer nur die genannte Angabe geändert. So lässt sich erkennen, ob die Ausgabe proportional, stufenweise oder durch eine Mindest- beziehungsweise Höchstgrenze reagiert.
| Szenario | Veränderte Angabe | Berechnete Ausgabe |
|---|---|---|
| Voreinstellung | Formularwerte wie beim ersten Öffnen | 475 € |
| Niedrigerer Vergleich | Bruttoeinkommen Vorjahr: 31.500 €/Jahr | 475 € |
| Höherer Vergleich | Bruttoeinkommen Vorjahr: 52.500 €/Jahr | 475 € |
Der Basislauf des Riester-Rechner ergibt 475 €. Für die volle Förderung müssen Sie 1.205 €/Jahr (100 €/Monat) selbst einzahlen. Förderquote: 28 % Ihres Sparbeitrags kommen vom Staat. Für den eigenen Kontrolllauf eignet sich besonders „Bruttoeinkommen Vorjahr“: Ändern Sie nur dieses Feld und vergleichen Sie anschließend den vollständigen Ergebnisblock.
Grenzen, Quellen und Datenstand beim Riester-Rechner
Der Riester-Rechner verarbeitet nur die oben genannten Eingaben. Nicht automatisch enthalten: Wer weniger als den Mindesteigenbeitrag einzahlt, bekommt die Zulagen nur anteilig gekürzt. Nicht abgebildet: Sonderausgabenabzug mit Günstigerprüfung, Abschluss- und Verwaltungskosten des Vertrags (die die Rendite stark drücken), nachgelagerte Besteuerung der Auszahlung sowie Förderschädlichkeit bei Kündigung. Ein Riester-Vertrag lohnt vor allem bei vielen Kindern
Die Links sind nach ihrer Rolle gekennzeichnet. „Rechtsgrundlage“ oder „Berechnungsregel“ bezeichnet eine konkrete Vorgabe; „Einordnung“ ist eine weiterführende Fachstelle und kein Beleg dafür, dass jeder dort veröffentlichte Wert Teil der Formel des Riester-Rechner ist.
- Deutsche Rentenversicherung – Zahlen und FaktenRentenwerte einordnen
- Gesetze im Internet – geltendes BundesrechtRechtsstand prüfen
Prüfreihenfolge: Zuerst Eingaben und Einheiten des Riester-Rechner kontrollieren, danach den Rechenweg mit einem Szenario testen und erst anschließend Bescheid, Vertrag, Abrechnung oder eine andere passende Originalunterlage oder eine zuständige Fachstelle heranziehen. Bei rechtlichen, medizinischen, steuerlichen oder statischen Entscheidungen reicht eine Online-Berechnung allein nicht aus.
Zulagenrechnung nach aktuellem Recht; Steuervorteil (Sonderausgabenabzug bis 2.100 €) kommt ggf. hinzu. Keine Anlageberatung.
Häufige Fragen
Wie hoch sind die Riester-Zulagen?
175 € Grundzulage plus 300 € je Kind ab Geburtsjahr 2008 (185 € für ältere) – jährlich.
Wie viel muss ich einzahlen?
4 % des Vorjahres-Bruttos minus Zulagen, mindestens 60 €, maximal 2.100 € inkl. Zulagen.
Für wen lohnt sich Riester am meisten?
Für Familien mit mehreren Kindern und Geringverdiener – dort übernimmt der Staat den Großteil des Sparbeitrags.
Was passiert bei Kündigung?
Alle Zulagen und Steuervorteile müssen zurückgezahlt werden – besser beitragsfrei stellen.
Können Selbstständige riestern?
Nur mittelbar über einen förderberechtigten Ehepartner – sonst nicht.
Wie viel muss ich für die volle Zulage einzahlen?
4 % des Vorjahres-Bruttos minus Zulagen, mindestens 60 €/Jahr – der Rechner zeigt Ihren Mindesteigenbeitrag.
Lohnt sich Riester ohne Kinder?
Meist nur für Gutverdiener über den Steuerabzug (bis 2.100 € Sonderausgaben) – die 175-€-Grundzulage allein trägt teure Verträge selten.
Welche Angaben brauche ich für Riester-Rechner?
Bereiten Sie Bruttoeinkommen Vorjahr, Kinder (geboren vor 2008) und Kinder (geboren ab 2008) vor. Verwenden Sie möglichst Werte aus Messung, Vertrag, Abrechnung oder einer anderen passenden Originalunterlage. Die Einheiten stehen direkt am jeweiligen Eingabefeld.
Wie kontrolliere ich ein Ergebnis beim Riester-Rechner?
Rechnen Sie zuerst den vollständigen Ausgangsfall und notieren Sie die Ausgabe. Ändern Sie danach nur eine Eingabe und vergleichen Sie erneut. Der dokumentierte Beispielslauf auf dieser Seite ergibt 475 € und dient als technischer Funktionstest, nicht als Vorgabe für Ihren persönlichen Fall.
Welche Eingabe lässt sich für einen Szenariovergleich ändern?
Auf dieser Seite eignet sich beispielsweise Bruttoeinkommen Vorjahr. Der veröffentlichte Vergleich verändert nur diesen Wert von 42.000 €/Jahr auf 50.400 €/Jahr. So bleibt erkennbar, wodurch sich die Ausgabe verändert.
Welche Grenzen hat der Riester-Rechner?
Der Rechner verarbeitet ausschließlich die sichtbaren Eingaben. Wer weniger als den Mindesteigenbeitrag einzahlt, bekommt die Zulagen nur anteilig gekürzt. Nicht abgebildet: Sonderausgabenabzug mit Günstigerprüfung, Abschluss- und Verwaltungskosten des Vertrags (die die Rendite stark drücken), nachgelagerte Besteuerung der Auszahlung sowie Förderschädlichkeit bei Kündigung. Ein Riester-Vertrag lohnt vor allem bei vielen Kindern Prüfen Sie das Ergebnis deshalb mit den auf dieser Seite genannten Unterlagen und Fachstellen.